Führung und Zusammenarbeit in verteilten Teams

Führung und Zusammenarbeit in verteilten Teams

 

 

 

von: Margarete Boos, Thomas Hardwig, Martin Riethmüller

Hogrefe Verlag Göttingen, 2016

ISBN: 9783844426281

Sprache: Deutsch

158 Seiten, Download: 5293 KB

 
Format:  EPUB, PDF, auch als Online-Lesen

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Führung und Zusammenarbeit in verteilten Teams



2 Theorien und Modelle (S. 17-18)

In diesem Kapitel werden vier für die Führung und Zusammenarbeit in verteilten Teams wichtige Aspekte behandelt. Der erste Abschnitt beschreibt, wie sich Teams über die Zeit hinweg entwickeln, und stellt ein Phasenmodell vor, das auch auf verteilte Teams anwendbar ist. Im zweiten Abschnitt geht es um die Frage, welche Bedingungen in Organisationen gegeben sein müssen, damit verteilte Teams erfolgreich arbeiten können. Die Anforderungen an Mitglieder und Führungskräfte verteilter Teams werden im dritten Abschnitt zu einem Kompetenzmodell zusammengefasst. Und schließlich werden im vierten Abschnitt neuere Konzepte der Führung dargestellt, die sich besonders für verteilte Teams eignen.

2.1 Lebensphasen eines verteilten Teams und Anforderungen an ihr Management

Teams oder Arbeitsgruppen, deren Mitglieder räumlich verteilt zusammenarbeiten, sind zunächst einmal Teams wie andere auch, d.?h. sie setzen sich aus Mitgliedern zusammen, die in ihren Wissensbereichen und Zuständigkeiten heterogen sind und für die Bewältigung der Teamaufgabe voneinander abhängig arbeiten. Auch verteilte Teams durchlaufen einen mehr oder weniger einheitlichen Lebenszyklus. Sie werden nicht einfach nur durch eine Management-Entscheidung ins Leben gerufen und sind dann aus dem Stand heraus voll arbeitsfähig, sondern brauchen meist eine längere Zeit, um ihre Arbeitsbeziehungen zu entwickeln und zu einer verlässlichen Zusammenarbeit zu finden. Auch sind bei neu gebildeten verteilten Teams die Aufgaben und Ziele nicht von vornherein klar. Es muss unter den Teammitgliedern abgestimmt werden, wer welche Teilaufgabe bearbeitet und wie die Teilergebnisse anschließend wieder zusammengefügt werden. Auf der Grundlage klassischer Modelle der Gruppenentwicklung (vgl. zu einer Übersicht van Dick & West, 2013) und in Anlehnung an die Konzepte von Konradt und Hertel (2002), Konradt und Köppel (2008) sowie Hertel et al. (2005) haben wir ein Prozessmodell des Managements verteilter Teams entwickelt. Das Modell (vgl. Abbildung 2) umfasst vier Phasen. Wir werden in Kapitel 4 anhand des Prozessmodells konkretere Maßnahmen beschreiben, die in den einzelnen Phasen des Lebenszyklus eines verteilten Teams erfolgversprechend sind.

In Phase 1 „Vorbereitung und Zusammenstellung eines verteilten Teams“ wird die Teamarbeit geplant, das Team zusammengestellt und Ressourcen bereitgestellt. Dazu gehört für verteilte Teams ganz notwendig eine funktionierende und den Aufgaben angemessene technische Ausstattung. Konradt und Köppel (2008) bemerken, dass das Team fähig sein sollte, mögliche Funktionsmängel seiner Technologie zu kompensieren, jedoch, vor allem zu Beginn, ohne eine einheitliche Plattform, z.?B. SharePoint, für den Austausch von Informationen nicht auskommt. Nicht nur für die Teamleitung, sondern für alle Mitglieder reichen fachliche und sprachliche Kompetenzen nicht aus, sondern wichtig sind Fähigkeiten zum eigenständigen Arbeiten bzw. zur Selbstführung, Flexibilität, Team- und Vertrauensfähigkeit sowie kulturelle Toleranz (Konradt & Köppel, 2008).

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