SolidWorks 2011 für Experten - Strategien für stabile und performante Modelle

SolidWorks 2011 für Experten - Strategien für stabile und performante Modelle

 

 

 

von: Ralf Tide

Carl Hanser Fachbuchverlag, 2011

ISBN: 9783446426764

Sprache: Deutsch

266 Seiten, Download: 15840 KB

 
Format:  PDF, auch als Online-Lesen

geeignet für: Apple iPad, Android Tablet PC's Online-Lesen PC, MAC, Laptop


 

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SolidWorks 2011 für Experten - Strategien für stabile und performante Modelle



"2 Baugruppenleistung (S. 61-62)

Die vollständige Baugruppenleistung besteht nicht nur aus den SolidWorks- Features. Neben der Hardware (Prozessor, Arbeitsspeicher, Grafikkarte, Permanentspeicher, Eingabegeräte, Netzwerk...) spielen verwendete Software (Betriebssystem, CAD-Version, PDM/PLM, Add-Ins,...), Softwareeinstellungen und benutzerdefinierte Anpassungen eine große Rolle. Die Organisation der Daten, die gemeinsam festgelegte Strategie (CAD-Richtlinie) und der Ausbildungsgrad der Anwender werden nur allzu gerne außer Acht gelassen.

Ein Beispiel: In der Firma wird häufig mit wechselndem externen Personal gearbeitet. Werden komplexe Strategien zum Erstellen der Baugruppen verwendet, muss dies bei der Aufgabenverteilung für das externe Personal eingeplant werden. In anderen Fällen muss der Aufwand zum Anlernen berücksichtigt werden. Verwendet man einen einfacheren Aufbau der Baugruppen, so ist dies vielleicht nicht so effektiv wie der komplexe Aufbau, das externe Personal kommt unter Umständen auch ohne Anlernen oder Spezialtraining mit den Modellen zurecht.

Noch ein Einflussfaktor: SolidWorks entwickelt sich ständig weiter, die zusätzlichen Funktionen müssen ständig auf ihre Verwertbarkeit im eigenen Entwicklungsprozess untersucht werden. Hier hilft auch der Austausch mit anderen Anwendern. Um den schon besprochenen systematische Aufbau von Baugruppen zu ergänzen, werden im Folgenden zunächst die SolidWorks-spezifischen Einflüsse zur Baugruppengesamtleistung untersucht.

2.1 Geschwindigkeit beim Erstellen von Verknüpfungen in Baugruppen


Verknüpfungen in Baugruppen kann man sich als Gleichungssystem vorstellen, das numerisch gelöst wird. Die in SolidWorks erzeugten Verknüpfungen können im FeatureManager™ in der Reihenfolge frei angeordnet werden, d.h., auch nachträgliches Verschieben ist möglich. Das ist darin begründet, dass dieses Gleichungssystem simultan gelöst wird, die Reihenfolge also keine Rolle spielt. Dies ermöglicht unter anderem auch die einfache Bewegungssimulation.

Voraussetzung dafür ist natürlich, dass eine der Komponenten noch nicht vollständig in ihrer Lage definiert ist. Diese Berechnung kann man nur durch Unterdrücken von Verknüpfungen oder Fixieren von Komponenten beeinflussen. Wesentlichen Einfluss hat der Anwender bei der Wahl der Verknüpfungspartner und bei der Wahl des 62 Verknüpfungstyps. Die unterschiedlichen Verknüpfungstypen haben unterschiedliche Berechnungsdauer. Kenntnisse dieser unterschiedlichen Geschwindigkeiten geben die Möglichkeit, die Strategie festzulegen, zweckmäßigerweise in der CADRichtlinie auch schriftlich zu fixieren.

Der Versuchsaufbau


Die Untersuchung wurde auf einer Hardware vorgenommen. Die Leistungseckdaten der verwendeten Rechenmaschine (vielen Dank an Matthias Willecke, Fa. AMD):

- HP xw6600 Workstation
- Intel Xeon E5430@2.66GHz
- 4GB RAM
- ATI Fire GL V7700
- Windows™ XP 32 Bit SP3

Es wurden parallel die Versionen 2001+ bis 2011 installiert. Die Einstellung der Optionen, besonders bei Leistung, war bei allen Installationen gleich (wichtig für die automatisierte Erstellung und die anschließende Vergleichsmöglichkeit: GESCHWINDIGKEIT DER VERKNÜPFUNGSBEWEGUNGSSIMULATION auf AUS stellen). Basierend auf den Makros aus der SolidWorks-API-Hilfe 2004 (Add Distance Mates Example (VB) und Select Component Face By Name Example (VB)) und dem Makrorekorder wurden Makros erstellt. Einfachste Teile, damit diese bei der Berechnung nur wenig ins Gewicht fallen, wurden mit diesen Makros in eine neue Baugruppe eingefügt und verknüpft.

Die Makros fügten in einer Baugruppenebene 342 (für planparallele Verknüpfungen) bzw. 514 (für konzentrische, bei Achsen deckungsgleiche Verknüpfungen) Komponenten ein, und diese wurden mit mehr als 1000 Verknüpfungen zueinander ausgerichtet. Die Zeitmessungen basieren auf der internen Windows-Uhr. Beim Einfügen einer Komponente in die Baugruppe wurde der Zeitwert in eine Textdatei geschrieben. Die Differenz zwischen zwei Zeitwerten entspricht der Zeit von drei planparallelen Verknüpfungen oder zwei konzentrischen Verknüpfungen (Achsen deckungsgleich). Die einzelnen Schritte im Makro."

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